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„Schoch und Co.“ feierte seltenes Jubiläum - Seit über 150 Jahren Malergeschäft in Wald!

 

Das Malergeschäft A. Schoch und Co. GmbH in Wald konnte im Jahre 2014 sein 150-jähriges Bestehen feiern. In der Lokalzeitung „Volksblatt vom Bachtel“ empfahl sich im Frühling 1861, der aus Nürensdorf zugezogene Rudolf Dübendorfer, als Maler und Tapezierer.

 

Aus einer weiteren Anzeige vom 5. Januar 1862 ist zu erfahren, dass der Handwerker in der Liegenschaft „Grütli“ Wohnung und Werkstätte bezogen hat. Das Haus stand im Raume des heutigen Postneubaues, vorher hauste dort der Tischmacher Heinrich Hess. 1863 konnte Rudolf Dübendorfer das Gebäude „Oberwies“ an der Friedhofstrasse käuflich erwerben.

 

Auf Neujahr 1888 erfolgte der Eintritt des Sohnes Julius, der ab 1898 das Geschäft auf eigene Rechnung weiterführte. Julius Dübendorfer war durch seine künstlerische Begabung als Dekorationsmaler weiträumig bekannt. Für unzählige Vereine entwarf er herrliche Fahnen und war um deren Ausführung besorgt. Sein Schwiegersohn Armin Schoch gehörte ab 1912 zu den verlässlichen Mitarbeitern.

 

Von Dübendorfer zu Schoch

Als Julius Dübendorfer 1934 starb, war die Nachfolge somit geordnet. Die Einzelfirma „Armin Schoch“ wurde in der weiten Talschaft zum Inbegriff eines ausgewiesenen Fachgeschäftes. Hier begann auch der Neffe Oskar Schoch 1938 seine Lehre als Maler. Im Betrieb zählte die berufliche Bewährung und als 1955 Armin Schoch abberufen wurde, blieb eine stetige, fachlich gute Geschäftsleitung.

Unter der Firmenbezeichnung „Schoch und Co.“ Blieb das Unternehmen bis anfangs 1984 in der Liegenschaft „Oberwies“, dann erfolgte die Umsiedlung an die Chefistrasse.

 

Bei Geschäftsjubiläen soll man nicht nur Daten und Namen zusammenfügen, sondern auch auf wirtschaftliche Entwicklungen in verschiedenen Zeitabschnitten achten. Als sich die heimische Textilindustrie im vorletzten Jahrhundert erfolgreich behauptete, brachte dies auch den Handwerkern gute Beschäftigungsmöglichkeiten. Vor dem ersten Weltkrieg beschäftigte man in der Malerwerkstätte in der Oberwies zehn und mehr Maler. In den Nachkriegsjahren und in argen Krisenzeiten war kaum genügend Beschäftigung für einen einzigen Arbeiter. Ab 1950 besserte sich auch im Malergewerbe die Arbeitslage, hinsichtlich Aufträgen durfte man sich nicht beklagen.

 

Was aber in den Jahreszeiten das Überleben ermöglichte, war eine aufgeschlossene, berufliche Bereitschaft, unabdingbar war immer saubere, solide und auch preisgünstige Arbeit. Im 125jährigen Jubiläumsjahr konnten sieben Mitarbeiter zusammen mehr als 85 Dienstjahre aufweisen. Erfreulich ist auch die Tatsache, dass sich in Armin Schoch-Rubin bereits die nächste Generation zur Ablösung angemeldet hat.